Das GELD-Magazin berichtet in der Ausgabe 11/2015 über den brisanten KOV-Fall Raiffeisenbank Deutschlandsberg eGenmbH gegen Thomas M.
Die Raiffeisenbank Deutschlandsberg hatte jahrelang im Namen von Thomas M. Konten geführt, die er, wie sich nachträglich herausstellte, nie eröffnet hatte. Zufällig hatte der Angeklagte diese Konten entdeckt und Überweisungen bzw. Bargeldbehebungen von diesen durchgeführt. Die Bank lastete ihm das als Betrug an.

»Nachdem sich Richter, Staatsanwalt und ein Bankenvertreter in der Schlussverhandlung am 5. November als ahnungslos offenbarten und "Giralgeldschöpfung" hämisch für Verschwörungstheorie hielten, wurde der Kunde von den beiden Schöffen unter Anleitung des Richters zu einer drei Jahre bedingten Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Dass die Bank wenigstens eine Mitschuld treffen könnte, wurde nicht einmal erwogen.«

Gegen das Urteil wurde zwischenzeitlich berufen.

Lesen Sie den ganzen Artikel im GELD-Magazin: "Auch Banken haben ihre Fallen"

Lesen Sie hier auch das durch den Kreditopferverein der Staatsanwaltschaft und dem Gericht vorgelegte Gutachten, welches eindrucksvoll die weit verbreitete, aber irrige Anschauung widerlegt, dass Geschäftsbanken Geld verleihen, das vorher von Sparern einbezahlt wurde. Im gegenständlichen Fall ist sogar "nur" aufgrund von Fehlern im internen IT-System der Raiffeisenbank "Geld" bzw. Eigentum bzw. Kaufkraft entstanden.

»Hiermit wurde unwiderlegbar bewiesen, dass bei Giroüberweisungen die Geschäftsbank kein echtes "Geld" (gesetzliches Zahlungsmittel) bereitstellen muss und dass also Giralgeld (das buchungs- und bilanztechnisch eine Schuld der Bank darstellt) als Zahlungsmittel verwendet werden kann und verwendet wird.«

Das Gutachten wurde vom Rechtsvertreter der Raiffeisen Deutschlandsberg eGenmbH sinngemäß bestätigt.

 

Ebenfalls aus der Geschichte dieses Falles: "Steht der KOV unter Terror-Verdacht?!"