... aber vertuschen*).

Herr Bernhard Costa hat im August 2001 einen Fremdwährungskreditvertrag bei der Sparkasse Oberösterreich abgeschlossen.

Die Kreditsalden-Entwicklung:

 

Kreditstand zum 21.08.2001

€ 96 769,33

Kreditaufstockung 09.03.2004

€ 17 000,00

Kreditaufstockung 16.05.2007

€ 20 000,00

Preisfrage: Wie lautet die Summe dieser Beträge?

 

korrekt:

133 769,33

War jetzt nicht schwierig zu rechnen - oder?

Für die Sparkasse Oberösterreich ist das zu schwierig. Sie behauptete eine Gesamt-Kreditsumme von € 120 924,08. Und so wurde in weiterer Folge aus einem tatsächlichen Kursgewinn von € 13 224,00 ein scheinbarer Kursverlust von € 5 585,54. Aufgrund dieser Rechenschwäche wurde Herrn Bernhard Costa eine Währungskonvertierung von der Sparkasse verweigert - was für ihn äußerst kostspielige Folgen hatte.
Trotz Vorlage eines Sachverständigen-Gutachtens hat das Gericht entschieden, lieber der Sparkasse OÖ und den Ausführungen ihres Rechtsvertreters zu glauben als dem Sachverständigen (dieser wurde nicht einmal einvernommen!). Nach dem Ersturteil gegen Herrn Bernhard Costa hat die Sparkasse OÖ ihre Meinung im Berufungsverfahren erstaunlicherweise geändert und durch ihren Rechtsvertreter erklärt, dass sie "zu keinem Zeitpunkt [...] Währungsgewinne bestritten hat" (!). Damit widerspricht die Sparkasse OÖ  ihren eigenen Darstellungen, die in vielfacher Form aktenkundig vorliegen.
Auch wenn nun allem Anschein nach die Sparkasse OÖ eingesteht, dass sie unfähig ist, korrekte Kalkulationen durchzuführen, so weigert sie sich bis zum heutigen Tag dennoch beharrlich, der Aufforderung von Herrn Bernhard Costa (und dessen Rechtsvertreter) nachzukommen und ihm
1. den ursprünglichen Gesamt-Kreditbetrag
2. den offenen Kreditbetrag per 09.12.2008 (Stichtag der verweigerten Konvertierung)
bekannt zu geben. Beeindruckend - nicht wahr?

Die dargestellten Fehlkalkulationen sind kein Einzelfall. Der zugrundeliegende Fehler ist auch bei anderen Fremdwährungskreditnehmern der Sparkasse OÖ nachweisbar. Dies wurde dem Vorstand der Sparkasse OÖ ausdrücklich mitgeteilt. Obwohl Herr Bernhard Costa im Laufe der Jahre mehrfach immer wieder auf diesen IT-Systemfehler der Sparkasse OÖ hingewiesen hat, ist dieser nicht korrgiert worden. (Am 11.03.2015 bestand der Fehler nachweislich immer noch.) Damit hat die Sparkasse OÖ es jahrelang unterlassen, ihre Kunden, insbesondere ihre Fremdwährungskreditnehmer vor Schaden zu bewahren.

Werfen Sie einen Blick auf die Beweislage.

Anhand der vorliegenden Fakten könnte man leicht auf die Idee kommen, dass die Sparkasse OÖ Herrn Bernhard Costa die Bekanntgabe der geforderten Zahlen deswegen verweigert, weil damit offensichtlich würde, dass die Sparkasse OÖ hier etwas zu verbergen hat. Und hier gäbe es einiges zu verbergen - nicht nur für die Sparkasse OÖ, denn ein Rechtsvertreter der Sparkasse OÖ erklärte bei Gericht vor zahlreich anwesenden Prozessbeobachtern, dass diese Software von der ganzen Sparkassen-Gruppe und der ERSTE BANK verwendet wird.

Wir sind der Meinung, dass einer Bank, die nachweislich nicht rechnen kann und die sich beharrlich weigert, ihr IT-Sytem einer vorschriftsmäßigen Überprüfung zu unterziehen und Fehler zu korrigieren, umgehend die Konzession entzogen werden sollte. Was meinen Sie?

 

Sehen Sie zum besseren Verständnis der Kursgewinn/Kursverlust-Problematik im Fall Costa auch: Bernhard Costa auf der Pressekonferenz am 22.05.2014

 

*) Auch wenn es zynisch ist: Es gilt die Unschuldsvermutung...